OptiMuM Optimierung der Hochmoor-Renaturierung und Monitoring in der Praxis
Zuwendungsempfänger*in:
Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven, Universität Greifswald, Universität Rostock
Projektträger:
Bundesamt für Naturschutz
Projektart:
Modellvorhaben
Förderprogramm:
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK)
Maßnahmen:Aktives Wassermanagement, Oberbodenabtrag, Torfmoos-Beimpfung, Monitoring Handlungsfeld:Schutz intakter Moore und Wiedervernässungen
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Laufzeit
01.11.2023 bis 31.10.2028
Verortung
Niedersachsen – Schleswig-Holstein
Fördervolumen
1.850.000,00 €
Copyright: Dan Petermann
Als ANK-Modellvorhaben erprobt OptiMuM („Optimierung der Hochmoor-Renaturierung und Monitoring in der Praxis“) Maßnahmen zur Wiedervernässung und Renaturierung ehemals landwirtschaftlich genutzter Hochmoore. Diese Flächen machen den Großteil der Hochmoorlandschaften aus, während bisherige Renaturierungsprojekte meist naturnahe Reste oder ehemalige Torfabbauflächen in den Fokus stellten. Die Wiederherstellung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen bringt besondere Herausforderungen mit sich: OptiMuM überträgt daher vorausgehende Forschungserkenntnisse (Projekt OptiMoor) auf den Praxismaßstab und prüft, wie sich Hochmoore schneller und effektiver wiederherstellen lassen.
Moore spielen eine zentrale Rolle für den Natürlichen Klimaschutz: Entwässerte Moorböden setzen große Mengen an Treibhausgasen frei, die bei der Zersetzung der über Jahrtausende angesammelten Torfschicht entstehen. Hochmoore gehören zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Deutschlands. Durch Wiedervernässung stoßen renaturierte Hochmoore kaum noch Kohlenstoffdioxid aus, speichern mithilfe von Torfmoosen wieder Kohlenstoffvorräte, bieten spezialisierten Pflanzen und Tieren Lebensraum und wirken als natürliche Wasserspeicher, die Landschaften widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen wie Dürren und Starkregen machen.
Die Maßnahmen des Projekts werden an mehreren Standorten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein umgesetzt: Im Ahlenmoor (Landkreis Cuxhaven) wird eine rund 3,5 Hektar große, landwirtschaftlich genutzte Hochmoorfläche wiedervernässt, Oberboden angepasst und großflächig mit Torfmoosen beimpft. Auf weiteren, bereits wiedervernässten Flächen im Ewigen Meer (Landkreise Wittmund/Aurich) und im Königsmoor (Landkreis Rendsburg-Eckernförde) werden verschiedene Torfmoos-Beimpfungen beprobt und mit unbehandelten Kontrollflächen verglichen. Verbundpartner*innen sind die Naturschutzstiftung Cuxhaven, die Universitäten Rostock und Greifswald sowie das Greifswald Moor Centrum.
Mit dem Aufbau eines überregionalen, standardisierten Monitorings sollen die Ergebnisse auf andere Hochmoorflächen übertragbar werden und die Renaturierung von Hochmooren als wirksames Instrument des Natürlichen Klimaschutzes nachhaltig stärken.