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Wir machen’s uns grüner

Tonaufnahmegerät im Wald

Natürlicher Klimaschutz in Kommunen – Wir machen’s uns grüner

ANK-Projekt des Monats 09/2025

Zuwendungsempfänger*in: 

Stadt Bad Kissingen

Projektträger: 

KfW

Förderprogramm: 

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK)

Maßnahmen: 

Erstellung Pflegekonzept und Erfassung von Grünflächen, Aufwertungsmaßnahmen, Aus- und Weiterbildung des Personals, Pflanzung von Straßenbäumen und in Grünflächen, Nachträgliche Standortoptimierung und Erhaltung von Bestandsbäumen, Entwicklungspflege, Schaffung von Naturerfahrungsräumen, Entwicklungspflege und Neupflanzungen 

Handlungsfelder:

Naturnahes Grünflächenmanagement, Natürlicher Klimaschutz auf Siedlungs- und Verkehrsflächen, Erfahrungsraum für den Natürlichen Klimaschutz 
 

Laufzeit

01.03.2024 bis 01.03.2026

Verortung

Bayern

Fördervolumen

3.073.500 €

Im ersten Jahr wurden bereits 118 Bäume neu gepflanzt.

Kurzbeschreibung des Projekts

Die Folgen des Klimawandels – Temperaturerhöhung, Hitze-Insel-Effekte in der Bebauung, Starkregen, lange Trockenperioden – belasten zunehmend Mensch und Natur. Ausgedehntes und vitales Stadtgrün verbessert wesentlich das Lokalklima und die Luftqualität und hat so einen großen Einfluss auf die Erholung und die Lebensqualität der Bewohner*innen und Gäste der Stadt.

In Bad Kissingen zeichnet sich der Bestand an Stadtgrün vielerorts durch monotone Pflanzungen, krankheitsanfällige, nicht ansprechende Arten, lückenhaften Bestand und Totholz, fehlende Bodenbedeckung und Austrocknung aus. Der Pflegeaufwand ist hoch. 

Um das Stadtgrün nachhaltig zu entwickeln, soll es naturnah dem sich verändernden Klima angepasst und der Biodiversität förderlich umgestaltet und entwickelt werden. 

Projektziele

Zur Erhaltung und Entwicklung des Stadtgrüns soll der Baumbestand verjüngt und an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasst werden. Die Baumstandorte werden großflächiger entsiegelt, so dass mehr Wasser aufgenommen und gespeichert werden kann. Mehr Wurzelraum wird geschaffen und mit Baumsubstrat versorgt.  

Bäume, Grünflächen und Wiesen sind Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und andere Tierarten. Für die Auswahl und Zusammenstellung des Stadtgrüns ist deshalb auch wichtig, dass dieses der Biodiversität förderlich ist. Dazu gehört auch, Wiesen seltener zu mähen und in Staudenbeeten Fremdwuchs in geringem Umfang zu tolerieren. 

Ausgedehntes, vitales und in der Zusammensetzung vielfältiges Stadtgrün wirkt direkt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. Vor allem Laubbäume kühlen und spenden Schatten. Bäume filtern Feinstaub aus der Luft und produzieren Sauerstoff. Artenreiche Grün- und Staudenflächen mit langer Blühzeit und Fruchtständen verschönern ganzjährig das Stadtbild und versorgen Insekten und Vögel. 

Die positiven Effekte naturnaher Grünräume in der Stadt können den Menschen besonders in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld erlebbar gemacht werden. Ein Naturerlebnisraum soll hierfür geschaffen werden und Raum für Bewegung, Erholung und Begegnung bieten. Vor allem Kindern soll der Aufenthalt in der Natur ermöglicht und die Notwendigkeit zur Erhaltung und Pflege der natürlichen Umwelt vermittelt werden.

Maßnahmen

Die Ziele sollen durch folgende Maßnahmen erreicht werden:

  • Bestandsaufnahme (Bäume)
  • Entnahme und Ersatz nicht zu rettender Bäume
  • Baum-Neupflanzungen entlang von Straßen und auf Grünflächen
  • Optimierung der Baumstandorte (Entsiegelung, Baumsubstrat)
  • Entwicklung von Rasenflächen zu artenreichen mehrjährigen Wiesen
  • Pflanzung von mehrjährigen Stauden und klimaangepassten Gehölzen
  • Erstellung von Pflegekonzepten und Grünflächenerfassung nach dem Kriterienkatalog des Labels „StadtGrün naturnah“
  • Schaffung eines Naturerfahrungsraumes mit mind. 50 Prozent naturbelassener Fläche und ohne Versiegelung 

Ergebnisse und Highlights

Im ersten Jahr konnte das Teil-Projekt „Bäume in Grünflächen“ mit 118 Neupflanzungen abgeschlossen werden. Die Teilprojekte „Straßenbäume“ und „Naturerlebnisraum“ befinden sich in der Umsetzung.