3 Jahre, 3 Fragen – das KNK
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Zum 3. Geburtstag des Kompetenzzentrums Natürlicher Klimaschutz (KNK) haben wir mit seinem Leitungsduo gesprochen: Dr. Celia Hahn und Tom Kirschey. Tom Kirschey leitet bereits seit der Eröffnung im Oktober 2023 das KNK, seit August 2026 ist Celia Hahn als Co-Leiterin mit dabei. Sie war zuvor als Fachgebietsleiterin „Kompetenzaufbau und Fachberatung“ sowie als Referentin im KNK tätig.
Herzlichen Glückwunsch zu 3 Jahren KNK! Wie beschreiben Sie die Entwicklung und Meilensteine des KNK in den letzten drei Jahren?
Tom Kirschey: Neben der Personalakquise war vor allem das erste Jahr geprägt von konzeptionellen Fragen: Wie Akteur*innen des Natürlichen Klimaschutzes definieren? Mit welchen Kanälen und Formaten sie bestmöglich informieren, unterstützen, vernetzen? Welche Rolle müssen die Bundesländer in der Umsetzungsarchitektur des ANK spielen? Die Gründung von Regionalbüros im zurückliegenden Jahr in allen 16 Bundesländern war aus meiner Sicht vielleicht der wichtigste Meilenstein.
Celia Hahn: Vor drei Jahren stand auch das ANK noch ganz am Anfang, nur wenige wussten mit dem Begriff „Natürlicher Klimaschutz“ wirklich etwas anzufangen und die Maßnahmen des ANK wurden erst entwickelt. Wir haben inzwischen in fast 80 Veranstaltungen zu den Schwerpunkten und Aktivitäten berichtet, haben Praxisbeispiele gezeigt und viele interessierte Menschen zusammengebracht. Ich denke, wir konnten die Relevanz des Natürlichen Klimaschutzes bei vielen Menschen ins Sichtfeld rücken.
Welche Angebote und Aktionen des KNK waren Ihre persönlichen Highlights? Was haben Sie daraus gelernt – unter anderem auch mit Blick auf Ihre Zielgruppe, die Akteur*innen des Natürlichen Klimaschutzes?
Tom Kirschey: Immer, wenn es gelingt, eine gute Geschichte zu erzählen über Natürlichen Klimaschutz, die einerseits die nötige Demut vor der Natur und andererseits die Selbstwirksamkeit der Akteur*innen zeigt, entsteht etwas, das Mut macht. Menschen „erobern“ sich ihre Flüsse zurück, wollen wieder in ihnen baden oder aus ihnen trinken können. Wir hatten so viele engagierte und inspirierende Beispiele in unseren Vernetzungsveranstaltungen.
Celia Hahn: Ganz besondere Highlights sind für mich unsere großen Fachveranstaltungen, auf die wir immer lange hinarbeiten und zu denen Akteur*innen aus ganz Deutschland kommen. Hier ergeben sich immer sehr interessante Gespräche, die einen guten Eindruck zur großen Bandbreite und starken Motivation der Menschen geben, die sich im Natürlichen Klimaschutz engagieren.
Was hat das KNK noch vor, wie wird es sich weiterentwickeln – vor dem Hintergrund des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz?
Tom Kirschey: Eine so umfassende gesellschaftliche Transformation wie die Stärkung und Wiederherstellung unserer natürlichen Kohlenstoffsenken braucht Zeit, Geduld, Förderung und Planungssicherheit dafür und nicht zuletzt eine effiziente Umsetzungsstruktur. Wir wollen als KNK eine feste Säule dabei sein und durch Sachinformation weiter überzeugen und neue Zielgruppen erreichen. Dass die Wiederherstellung des Landschaftswasserhaushaltes eine Schlüsselrolle einnimmt, ist über den Sommer 2026 viel mehr Menschen klar geworden. Darauf können wir aufbauen.
Celia Hahn: Wir möchten die Vernetzung der Menschen und Institutionen noch weiter ausbauen. Ein gutes Netzwerk, das Wissen zu Praxis und Fachinformationen in die Breite trägt, das Unterstützung anbietet und schon bestehende Strukturen einbindet, ist für uns ein wesentliches Element, die Transformation voranzubringen.