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18.03.2026

Die Natur als Verbündete. Natürlicher Klimaschutz auf dem Deutschen Naturschutztag 2026

Vom 11. bis 14. März 2026 berieten sich rund 1.600 Teilnehmende aus ganz Deutschland an der Freien Universität Berlin beim 38. Deutschen Naturschutztag über aktuelle Themen und Herausforderungen im Naturschutz. Der Natürliche Klimaschutz und die Förderung durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) spielten an vielen Stellen eine Rolle. Die Expert*innen des Kompetenzzentrums Natürlicher Klimaschutz (KNK) beantworteten am Infostand zudem zahlreiche Fragen rund um die Förderungen im Aktionsprogramm, zu den Angeboten des KNK und darüber hinaus.

Bundesumweltminister Schneider kündigte Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur an 

Bundesumweltminister Carsten Schneider betonte in seinem Grußwort zur Eröffnung, wie sehr wir den Naturschutz brauchen, weil er unsere Lebensgrundlagen sichert. In diesem Sinne sei die Natur – von renaturierten Mooren bis zu begrünten Städten – unsere Verbündete.  Er kündigte in diesem Kontext ein Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur an: „Besonders wichtige Naturschutzmaßnahmen, die die natürliche Infrastruktur erhalten und stärken, sollen künftig in das überragende öffentliche Interesse gestellt werden.“ In diesem Kontext betonte er: „Wir bauen das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz weiter aus und verstetigen es. Nie zuvor standen mehr Bundesmittel für den Naturschutz, für verlässliche Förderung, zur Verfügung.“

Natürlicher Klimaschutz in vielen Foren

Inhaltlich wurden Natur- und Klimaschutz in vielen Panels und Vorträgen zusammengedacht. Ein Beispiel: Die EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO) und Fließgewässer. Frei fließende Gewässer sind eines der zentralen Ziele der WVO, die sich derzeit im Abstimmungsprozess befindet. Geht sie in die Umsetzung, kann sie gemeinsam mit der Wasserrahmenrichtlinie starke Impulse für den Natürlichen Klimaschutz im Bereich Gewässer setzen. Die Förderungen im ANK leisten hierbei einen wichtigen Beitrag.

Ein weiteres Beispiel: Stadtnatur und Städteplanung: Prof. Dr. Rieke Hansen, Universität Kassel und Mitglied im WBNK, bezeichnete Biodiversität in der Praxis häufig eher als „Huckepack-Thema“, da ihr Stellenwert oft hintergründig im Vergleich zu den Themen Klimaschutz und -anpassung stehe. Es brauche eine frühzeitige Berücksichtigung von Biodiversität in den Planungsverfahren. Kommunikativ solle man weg kommen von einem „Verbotsnaturschutz“, hin zu einer biodiversitätspositiven Stadtplanung. 

Der Deutsche Naturschutztag findet alle zwei Jahre statt und wird durch den Bundesverband beruflicher Naturschutz (BBN), den Deutschen Naturschutzring (DNR) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausgerichtet. Im Jahr 2028 wird er in Hamburg ausgerichtet.

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