Regionalbüros für Natürlichen Klimaschutz in allen Bundesländern in der Umsetzung
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Regionalbüros für Natürlichen Klimaschutz in allen Bundesländern in der Umsetzung
Mit dem Aufbau von Regionalbüros in allen 16 Bundesländern geht das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesumweltministeriums (BMUKN) in die Fläche. Sie sollen dabei unterstützen, Projekte des Natürlichen Klimaschutzes schnell und passgenau auf den Weg zu bringen und mit Maßnahmen der Landesebene zu verzahnen. Als Anlaufstellen der Länder für den Natürlichen Klimaschutz wirken sie als Ansprechpartner für die Akteur*innen des Natürlichen Klimaschutzes: Kommunen, Verbände, Flächeneigentümer*innen, land- und forstwirtschaftliche Betriebe und andere. Die Regionalbüros sind bei den Bundesländern angesiedelt, beispielsweise bei den Umweltministerien oder den Landesämtern für Umwelt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) koordiniert die Umsetzung der Regionalbüros, das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK) unterstützt sie beim Aufbau sowie der Vernetzung und arbeitet eng mit ihnen zusammen.
In der Start- und Aufbauphase
In allen Bundesländern sind die Regionalbüros inzwischen an den Start gegangen. Aktuell stehen die Planung ihrer Aktivitäten und bei einigen noch der Personalaufbau im Fokus. In den Regionalbüros sind Regionalmanager*innen für Natürlichen Klimaschutz und KlimaManager*innen für Schutzgebiete tätig. Besondere Relevanz für die Regionalbüros für Natürlichen Klimaschutz hat die Vernetzung mit Einrichtungen und Akteur*innen auf Landesebene, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Naturschutz sowie in der Klimaanpassung.
Was die Regionalbüros bieten
Bei den meisten Regionalbüros gehört die Beratung zu Förderprogrammen und Vernetzungsangeboten im Natürlichen Klimaschutz bereits fest zu ihrem Angebot. Auf großes Interesse stoßen die aktuell geöffneten Förderprogramme im ANK, beispielsweise „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“. Zu den thematischen Schwerpunkten in der Beratung zählen der Moorschutz, Stadtnatur sowie Wildnis und Schutzgebiete.
Derzeit stellen sich die Regionalbüros zudem bei Veranstaltungen im Themenbereich Klima und Umwelt in ihrem Bundesland vor und machen auf die Chancen sowie Möglichkeiten des Natürlichen Klimaschutzes aufmerksam. Einige Regionalbüros laden bereits zu eigenen Auftaktveranstaltungen und weiteren Angeboten ein.
Darüber hinaus unterstützen einige Regionalbüros konkret bei der regionalen und überregionalen Projektentwicklung und vernetzen hierfür relevante Akteur*innen.
Aktivitäten zum Natürlichen Klimaschutz konkret
In den Bundesländern laufen bereits vielfältige Aktivitäten zum Natürlichen Klimaschutz – dazu gehören ANK-Projekte, erste Angebote der Regionalbüros, aber auch Maßnahmen, die darüber hinausgehen. Hier finden Sie ausgewählte Beispiele:
- Die Wiedervernässung von Moorböden ist nicht nur in den nördlichen Bundesländern, sondern auch in Baden-Württemberg hochrelevant. So wird beispielsweise in Weil der Stadt das Merklinger Ried renaturiert. Ende Februar 2026 überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN, Rita Schwarzelühr-Sutter, den Förderbescheid vor Ort an das ANK-Projekt.
- Anfang 2026 hat das Regionalbüro Bayern seine Tätigkeit aufgenommen. Als moorreiches Bundesland setzt Bayern im ANK einen Schwerpunkt auf Moore und deren Wiedervernässung.
- Die Regionalbüros der Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg haben ein Austauschformat etabliert, um spezifische urbane Chancen und Herausforderungen gemeinsam zu identifizieren. Dieser Austausch wurde im Rahmen der ANK-Statuskonferenz des Regionalbüros Bremen im Dezember 2025 gefestigt.
- Im Oktober 2025 wirkte das Regionalbüro Brandenburg mit bei der Konferenz „Natürlicher Klimaschutz – Innovationen für Wirtschaft und Natur in Brandenburg“, die das Klimabündnis Brandenburg in Kooperation mit der Technischen Universität Cottbus-Senftenberg veranstaltete. Auch das KNK war beteiligt.
- Mit der Wiedervernässung des Königsmoors in Hamburg ist Ende 2025 eines der ersten Projekte des ANK-Förderprogramms 1.000 Moore gestartet.
- In Hessen ist das Regionalbüro seit 2025 aktiv. Es unterstützt Kommunen und weitere Akteur*innen durch Beratung, Fortbildungsangebote, Information, Veranstaltungen und Vernetzung zum Natürlichen Klimaschutz und zu Förderangeboten.
- Das Regionalbüro Mecklenburg-Vorpommern bietet eine eigene Webinar-Reihe zum Natürlichen Klimaschutz an, die bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen unterstützen soll. Das erste Webinar ist bereits erfolgreich gelaufen, weitere Online-Veranstaltungen folgen am 26.03., 07.05. und 25.06.2026. Die Anmeldung ist geöffnet.
- Im Dezember 2025 fand eine Kickoff-Veranstaltung mit dem niedersächsischen Umweltminister Christian Meyer zu Pilot- und Modellvorhaben zur Seegras- und Salzwiesenrenaturierung im ANK-Handlungsfeld „Meere und Küsten“ statt, an der das Regionalbüro Niedersachsen beteiligt war.
- Das Regionalbüro Nordrhein-Westfalen startete offiziell im Oktober 2025 seine Arbeit – bei der Eröffnung begrüßte Umweltminister Oliver Krischer die Gäste. Das KNK war auch vor Ort. Im Februar 2026 folgte die interaktive Auftaktveranstaltung „Das Regionalbüro im LANUK stellt sich vor“.
- Das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz veranstaltete im September 2025 in Kooperation mit dem KNK die Fachtagung „Naturschutz im Klimawandel – Strategien zur Anpassung und zum Natürlichen Klimaschutz“. Das Regionalbüro Rheinland-Pfalz und das KNK waren dort mit Vorträgen vertreten.
- Das Regionalbüro Sachsen ist seit Ende 2025 aktiv. Am 27.03.2026 lädt es zu seiner ersten Veranstaltung „Natürlicher Klimaschutz und Klimaanpassung im Siedlungsbereich – Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für Kommunen“ ein. Neben Praxisbeispielen werden Möglichkeiten vorgestellt, das ANK-Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ mit der sächsischen Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz zu kombinieren.
- Mit einer Auftaktveranstaltung „Wir stellen uns vor!“ ist das Regionalbüro Sachsen-Anhalt Mitte Januar 2026 offiziell gestartet.
- Seit August 2025 ist das Regionalbüro Saarland aktiv. Neben Besuchen bei Kommunen vor Ort sind auch verschiedene Informationsveranstaltungen geplant. Die erste findet Mitte März 2026 zum Thema PikoParks statt. Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Schutzgebieten und damit der CO2-Speicherung in Grünland zu unterstützen, ist ein weiterer Schwerpunkt.
- Das Regionalbüro Schleswig-Holstein ist noch in der Aufbauphase. Es wird sich bald aktiv bei Akteur*innen des Natürlichen Klimaschutzes vorstellen.
- Das Regionalbüro Thüringen ist noch im Aufbau. Aktiv ist es bereits mit Vorträgen auf externen Veranstaltungen, wie zum Beispiel beim Kommunaltag im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal im August 2025.