Über das Kompetenzzentrum
Das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK) koordiniert die bundesweite Beratung zum Thema Natürlicher Klimaschutz im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Das KNK informiert über Fördermöglichkeiten, stellt Fachinformationen bereit und bringt Akteur*innen und Interessierte in Veranstaltungen zusammen. Es richtet sich zum Beispiel an Kommunen, Verbände, Wissenschaft, Flächeneigentümer*innen sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe.
Das Kompetenzzentrum ist Teil des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Im Rahmen des ANK legt das Bundesumweltministerium eine Reihe von Förderprogrammen auf. Das Kompetenzzentrum berät Förderinteressierte zu diesen Programmen.
Mit dem Aktionsprogramm soll der allgemeine Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich verbessert und so ihre Resilienz und Klimaschutzleistung gestärkt werden. Hierzu nutzt das ANK Synergien zwischen Klima- und Naturschutz und hilft dabei, die Klimakrise zu bekämpfen, die biologische Vielfalt zu erhalten und zu verbessern sowie gegen die Folgen der Klimakrise vorzusorgen. Das Aktionsprogramm leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die im Bundes-Klimaschutzgesetz verankerten Klimaschutzziele im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Wald (LULUCF) zu erreichen.
Das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz ist ein Geschäftsbereich der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGbmH.
Was sind die Leistungen des KNK?
Das Kompetenzzentrum baut Unterstützungsstrukturen auf, die bei der praktischen Umsetzung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz vor Ort helfen sollen. Dabei bezieht das KNK bereits etablierte Institutionen sowie Partner*innen ein. Die vielen mit Natürlichem Klimaschutz befassten Verbände, Organisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen sollen für Kooperationen gewonnen werden. Neue Akteur*innen des Natürlichen Klimaschutzes wie Kommunen, Flächeneigentümer*innen sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe können so besser unterstützt werden: von der Auswahl und Entwicklung geeigneter Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes bis hin zu deren Umsetzung.
Die Leistungen des Kompetenzzentrums Natürlicher Klimaschutz umfassen:
- Bundesweite Anlaufstelle für das Thema Natürlicher Klimaschutz
- Beratung von Förderinteressierten
- Durchführung von Fach- und Informationsveranstaltungen
- Vernetzung der Akteur*innen in den Regionen und vor Ort
Was ist Natürlicher Klimaschutz?
Natürlicher Klimaschutz (NK) bedeutet, mit naturbasierten Lösungen den menschengemachten Klimawandel zu begrenzen. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen zu erhalten und wiederherzustellen, so dass sie weniger Treibhausgase ausstoßen sowie langfristig mehr Kohlenstoff aufnehmen und dauerhaft speichern können. Diese naturbasierten Lösungen beinhalten Maßnahmen zum Schutz, zur Restauration oder zu nachhaltigen Nutzungen. Sie sind auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten und können in Naturräumen ebenso wie im besiedelten Bereich umgesetzt werden. Dabei entstehen Synergien zwischen Klima- und Biodiversitätsschutz, der Anpassung an den Klimawandel sowie dem menschlichen Wohlergehen.
Beispiele für Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes sind der Umbau forstlicher Monokulturen zu naturnahen Wäldern oder die Wiedervernässung von Mooren.
Wie kann Natürlicher Klimaschutz in der Fläche umgesetzt werden?
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz kann in der Fläche nur wirken, wenn Akteur*innen vor Ort über passende Förderangebote informiert sind. Wissen über Ziele, Möglichkeiten und Besonderheiten des Natürlichen Klimaschutzes zu vermitteln, ist Voraussetzung dafür, dass entsprechende Maßnahmen wirksam umgesetzt werden können. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch von Akteur*innen im Natur- und Klimaschutz verbessern die lokale Zusammenarbeit.
Um Projekte zum Natürlichen Klimaschutz schnell und passgenau auf den Weg zu bringen und mit Maßnahmen der Landesebene zu verzahnen, werden in den Ländern Regionalbüros zum Natürlichen Klimaschutz eingerichtet. Sie bilden eine wichtige Schnittstelle zwischen Bund, Ländern und den Akteur*innen vor Ort. Als regionale Anlaufstellen beraten sie Kommunen, Verbände, Flächeneigentümer*innen sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe zu Maßnahmen für den Natürlichen Klimaschutz in Zusammenarbeit mit dem KNK.