Entsiegelung und naturnahe Begrünung – Chancen, Maßnahmen und Förderung
Copyright: Denise Brodowski, KNK
Flächen entsiegeln und begrünen – von der Ideenfindung über die Beantragung von Fördermitteln bis hin zur Umsetzung von Maßnahmen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Online-Reihe „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz – Wissen. Praxis. Förderung.“ statt.
Inhalt
Versiegelte Flächen prägen viele Städte und Gemeinden. Asphalt und Beton heizen urbane Räume zusätzlich auf, führen damit zu einer gesundheitlichen Belastung und beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen. Gleichzeitig gehen wichtige Leistungen der Stadtnatur und Böden verloren – etwa die Speicherung von Regenwasser, die Kühlung von Flächen und die Bindung von Kohlenstoff.
Entsiegelungskonzepte unterstützen eine langfristige und nachhaltige Stadtentwicklung. Neben kommunalen Entscheidungsträger*innen können auch Kirchen, Schulen und Kitas einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie versiegelte Flächen zurückbauen und naturnah gestalten.
Ziel von Entsiegelungsmaßnahmen ist es, die natürlichen Bodenfunktionen wiederherzustellen. Dazu sind die Aufbereitung oder der Austausch des Bodens sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Bodengefüges und zur Erhöhung der biologischen Aktivität erforderlich, unter anderem durch eine naturnahe Begrünung der Fläche. Gelockerte, durchwurzelbare Böden können mehr Regenwasser aufnehmen und bilden die Grundlage für urbane Ökosysteme. Dadurch wird die Kühlfunktion von Flächen reaktiviert, die Luftverschmutzung reduziert und es können wertvolle Grünflächen für Mensch und Natur zurückgewonnen werden.
Das Seminar vermittelt Fach- und Praxiswissen zur Entsiegelung in Siedlungsbereichen. Kommunen berichten über ihre Erfahrungen mit Entsiegelungskonzepten und der anschließenden naturnahen Begrünung. Darüber hinaus informiert die KfW über die Fördermöglichkeiten im Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), über das entsprechende Vorhaben mit bis zu 80 % gefördert werden. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Fördervoraussetzungen und erfahren, was bei der Antragstellung zu beachten ist.
Vorläufiges Programm
Moderation: Denise Brodowsk (KNK)
10:00 Uhr Begrüßung, Dr. Ingo Böttcher (BMUKN) und Simon Struß (BfN)
10:10 Uhr Einführung in den Natürlichen Klimaschutz, Christine Hellerström (KNK)
10:20 Uhr Aus der Praxis:
- Entsiegelungskonzept - Von der Idee über die Antragstellung bis hin zu ersten Umsetzungsschritten, Kreis Mettmann
- Naturnahe Begrünung auf entsiegelten Flächen, tbd
11:20 Uhr Förderung mit dem KfW-Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“, Jana Krohn (KfW) und Dr.-Ing. Uwe Ferber (STADTLAND GmbH)
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich u. a. an Fachabteilungen in den kommunalen Verwaltungen, in Kirchen, Bildungseinrichtungen, öffentlichen Unternehmen und weiteren Körperschaften des öffentlichen Rechts, sowie gemeinnützige Verbände und Vereine, Ingenieur- und Planungsbüros und alle, die Entsiegelungsvorhaben unterstützen möchten.
Wie alle Veranstaltungen des KNK ist auch dieses Seminar kostenfrei.